Dead Space Remake Test

Dead Space Remake Test: Der originale Dead Space hat 2008 das Horror-Genre neu definiert, und jetzt, 15 Jahre später, wage ich mich an das mit Spannung erwartete Remake heran. Mit einem Preis von [59,99 Euro](https://www.ign.com/articles/dead-space-remake-review) für die PS5-Version stellt sich die wichtige Frage: Ist das Dead Space Remake 2024 noch eine lohnenswerte Investition? Nach über 20 Stunden intensivem Gameplay auf der PS5 und mehreren Durchläufen kann ich sagen: Die Neuauflage bringt einige beeindruckende Verbesserungen mit sich. Von grundlegend überarbeiteter Grafik bis hin zu erweiterten Story-Elementen hat sich einiges getan – aber nicht alles davon ist Gold. In diesem Test analysiere ich detailliert, ob sich der Kauf des Dead Space Remakes für Horror-Fans auch heute noch lohnt. ## Technische Verbesserungen im Detail

Die technischen Verbesserungen im Dead Space Remake sind beeindruckend umfangreich. In meinen Tests habe ich besonders die visuelle Qualität unter die Lupe genommen, die sich deutlich vom Original unterscheidet.

Grafik und Performance-Analyse

Die grafische Überarbeitung bietet zwei Darstellungsmodi:

Besonders bemerkenswert finde ich die Implementation des Ray-Traced Ambient Occlusion (RTAO), das für realistischere Schattierung in Raumecken und unter größeren Strukturen sorgt. Die Texturen sind selbst aus nächster Nähe gestochen scharf, und die dynamischen Lichteffekte tragen erheblich zur Atmosphäre bei.

Sound-Design und Atmosphäre

Das neue 3D-Audio-System hat mich regelrecht beeindruckt. Die Geräuschkulisse reagiert jetzt realistisch auf die Umgebung, was die Immersion deutlich verstärkt. Während meiner Spielsessions konnte ich präzise orten, aus welcher Richtung sich Necromorphs näherten. Der technische Direktor David Robillard gesteht sogar, dass er das Spiel nachts nicht mit Kopfhörern spielen kann – so intensiv ist die Atmosphäre geworden.

Steuerung und Gameplay-Mechaniken

Die Steuerung wurde grundlegend überarbeitet. Das neue Security-Clearance-System ermöglicht es mir nun, frühere Bereiche der USG Ishimura erneut zu erkunden. Die Waffen-Upgrades wurden ebenfalls erweitert – so kann ich beispielsweise den Plasma Cutter mit Verbrennungseffekten ausstatten oder die Ripper-Klingen abprallen lassen.

Ein besonderes Highlight ist die verbesserte Schwerelosigkeit, die sich jetzt ähnlich wie in Dead Space 2 und 3 steuert. Die nervige Asteroid-Sequenz aus dem Original wurde komplett überarbeitet und bietet nun ein deutlich angenehmeres Spielerlebnis.

Die Performance ist auf allen Plattformen stabil, wobei die PS5-Version in meinen Tests im Performance-Modus gelegentlich kleine Frame-Drops aufweist. Dennoch läuft das Spiel größtenteils flüssig und bietet eine technisch überzeugende Erfahrung.

Gameplay-Änderungen unter der Lupe

In meinen zahlreichen Spielstunden habe ich bemerkt, wie tiefgreifend die Gameplay-Änderungen im Dead Space Remake tatsächlich sind. Die Entwickler haben nicht nur oberflächliche Verbesserungen vorgenommen, sondern das Spielerlebnis grundlegend überarbeitet.

Neue Features und Mechaniken

Das beeindruckendste neue Feature ist der Intensity Director, ein dynamisches System mit über 350 verschiedenen Ereignissen. Während meiner Erkundungstouren sorgt dieses System für unvorhersehbare Schockmomente und macht jeden Durchgang einzigartig. Besonders spannend finde ich das neue Circuit-Breaker-System, bei dem ich Energie zwischen verschiedenen Schiffsbereichen umleiten muss. Manchmal bedeutet das, dass ich mich zwischen Beleuchtung und Energieversorgung entscheiden muss – eine nervenaufreibende Entscheidung.

Kampfsystem-Verbesserungen

Die Kämpfe fühlen sich jetzt deutlich dynamischer an, dank des neuen Peeling Systems. Ich kann buchstäblich zusehen, wie meine Waffen Fleisch und Knochen der Necromorphs Schicht für Schicht abtragen. Die Waffen wurden ebenfalls überarbeitet: Der Pulse Rifle verfügt jetzt über einen Annäherungsminen-Werfer, während der Line Gun Laserfallen legt. Diese Änderungen eröffnen mir völlig neue taktische Möglichkeiten im Kampf.

Level-Design und Exploration

Das neue Level-Design der USG Ishimura hat mich besonders beeindruckt. Die Schiffsbereiche sind jetzt komplett miteinander verbunden, was ein nahtloses Erkunden ermöglicht. Das neue Security-Clearance-System motiviert zur Erkundung – ich finde regelmäßig verschlossene Räume, die wertvolle Ressourcen oder sogar neue Waffen-Upgrades enthalten.

Die drei neuen Nebenmissionen haben mich besonders gefesselt. Eine davon, „Scientific Methods“, lässt mich Nicoles Aktivitäten an Bord nachverfolgen, während „Premeditated Malpractice“ die Geschichte von Patient Null des Necromorph-Ausbruchs erzählt. Diese Missionen fügen der Haupthandlung interessante Perspektiven hinzu und belohnen meine Erkundungslust mit zusätzlichem Kontext zur Geschichte der Ishimura.

Die Schwerelosigkeits-Sequenzen wurden komplett überarbeitet und orientieren sich jetzt am Steuerungssystem von Dead Space 2 und 3. In diesen Abschnitten kann ich mich frei bewegen und die Umgebung in meinem eigenen Tempo erkunden – natürlich immer mit einem Auge auf den Sauerstoffvorrat.

Story und Charakterentwicklung Dead Space Remake

Die narrative Tiefe des Dead Space Remakes hat mich während meiner Spielzeit besonders beeindruckt. Die Geschichte wurde nicht einfach nur nacherzählt, sondern erheblich erweitert und verfeinert.

Narrative Ergänzungen

Die neuen Story-Elemente haben mich regelrecht gefesselt. Besonders die zusätzlichen Nebenmissionen bieten spannende Einblicke in die Geschehnisse auf der Ishimura. Eine dieser Missionen erforscht die komplexe Beziehung zwischen Isaac und Nicole, während eine andere Dr. Mercers verstörende Experimente mit den Huntern näher beleuchtet. Diese Ergänzungen sind nicht nur Beiwerk – sie fügen der Haupthandlung bedeutsame Perspektiven hinzu.

Character-Building von Isaac Clarke

Im Remake erlebe ich einen deutlich facettenreicheren Isaac Clarke. Seine Entwicklung vom Schiffsingenieur zum Überlebenskünstler wird viel detaillierter dargestellt. Besonders interessant finde ich, wie das Spiel nun zeigt, dass Isaac seine Plasma Cutter-Waffe selbst konstruiert, anstatt sie einfach zu finden. Seine persönliche Geschichte, geprägt von einer zerrütteten Familie und dem Trauma durch seine unitologische Mutter, verleiht dem Charakter eine neue emotionale Tiefe.

Atmosphärische Dichte

Die atmosphärischen Verbesserungen haben mich regelrecht in ihren Bann gezogen. Das neue Umgebungs-VFX-System mit komplexeren Nebel-, Rauch- und Pyrotechnik-Effekten schafft eine noch beklemmendere Atmosphäre. In den dunklen Korridoren der Ishimura reagiert die Beleuchtung jetzt dynamisch auf die Umgebung, was die Spannung spürbar erhöht.

Besonders beeindruckend finde ich die neuen atmosphärischen Details in den Crewquartieren. Der „Break Room“ auf Deck 3 enthält beispielsweise zusätzliche Informationen über den Roten Marker, die geschickt in die Umgebung eingearbeitet wurden. Diese subtilen Ergänzungen tragen erheblich zur Glaubwürdigkeit der Spielwelt bei.

Ein faszinierendes Detail ist auch das neue alternative Ende, das ich nur im New Game Plus durch das Sammeln spezieller Marker-Fragmente freischalten kann. Diese Ergänzung motiviert mich, die Geschichte mehrmals zu erleben und dabei neue Perspektiven zu entdecken.

Langzeitmotivation und Wiederspielwert

Nach mehreren Durchläufen des Dead Space Remakes bin ich beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten, die das Spiel für Wiederholungsspieler bietet. Die Langzeitmotivation geht weit über einen einfachen zweiten Durchgang hinaus.

New Game Plus Modus

Der New Game Plus Modus ist mehr als nur ein weiterer Durchlauf. Dank des „Intensity Directors“ erlebe ich bei jedem Spieldurchgang eine andere Verteilung der Gegner und einzigartige Kampfsituationen. Eine besondere Herausforderung sind die neuen Phantom-Necromorphs mit ihren leuchtend roten Augen, die ausschließlich im New Game Plus auftauchen.

Die spannendste Neuerung ist die Jagd nach den 12 Marker-Fragmenten, die zu einem alternativen Ende führen. Diese Fragmente sind geschickt in der Spielwelt versteckt und motivieren mich, jeden Winkel der Ishimura erneut zu erkunden.

Freischaltbare Inhalte

Nach meinem ersten Durchgang wurden folgende Belohnungen freigeschaltet:

  • 50.000 Credits und 10 Nodes als Startbonus
  • Der fortgeschrittene Level-6-Anzug (Advanced Soldier RIG) für 99.000 Credits
  • Neue Textprotokolle mit zusätzlichen Story-Informationen

Besonders stolz bin ich auf die Extras, die ich durch das Bezwingen des Impossible-Schwierigkeitsgrades freischalten konnte: die legendäre Hand Cannon (auch bekannt als Foam Finger Gun) und den Burnished Suit.

Sammler-Herausforderungen

Für echte Sammler bietet das Remake interessante Herausforderungen. Die Community hat bereits kreative Spielmodi entwickelt, die ich selbst getestet habe:

  1. „New Guy Challenge“: Nur Level-1-Anzug, ausschließlich Plasma Cutter, minimale Upgrades
  2. „Fragile Gunner“: Impossible-Modus ohne Gesundheits-Upgrades
  3. „ARE YOU OUT OF YOUR MIND?!“: Eine extreme Herausforderung ohne Speichern außerhalb der Tram-Stationen

Die dynamische Spawn-Mechanik des Spiels sorgt dafür, dass selbst bekannte Kämpfe immer wieder anders ablaufen. In Kombination mit der Möglichkeit, verschiedene Waffenkombinationen auszuprobieren, bietet jeder Durchgang eine frische Erfahrung. Die durchschnittliche Spielzeit von etwa 13-20 Stunden pro Durchgang rechtfertigt für mich den Kaufpreis, besonders angesichts der vielen Extras und Herausforderungen.

Preis-Leistungs-Analyse

Als erfahrener Spieletester werfe ich nun einen kritischen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis des Dead Space Remakes im aktuellen Marktumfeld.

Vergleich mit anderen Horror-Remakes

Im direkten Vergleich mit anderen Horror-Remakes zeigt Dead Space eine bemerkenswerte Qualität. Während ich sowohl Resident Evil 2 als auch Silent Hill 2 intensiv gespielt habe, beeindruckt mich besonders, wie die USG Ishimura als eigenständige Entität zum Leben erweckt wurde. Die atmosphärische Dichte steht den Konkurrenten in nichts nach – sei es die beklemmende Dunkelheit der Korridore oder das überarbeitete Sounddesign.

Spielzeit und Content-Umfang

Die Spielzeit variiert je nach Spielstil erheblich:

In meinen Tests habe ich besonders die optionalen Nebenmissionen geschätzt. Diese sind clever in die Haupthandlung eingewoben und erweitern die Story um bedeutsame Details. Die Qualität der Inhalte überzeugt mich dabei mehr als die reine Quantität – ein Aspekt, den ich bei Spielbewertungen besonders schätze.

Aktuelle Preisgestaltung

Der aktuelle Standardpreis von 57,24 Euro mag zunächst hoch erscheinen, aber ich sehe darin eine faire Preisgestaltung für das Gebotene. Interessant für preisbewusste Spieler: Der beste PC-Preis liegt derzeit bei 14,30 Euro, was einem Rabatt von 75% entspricht.

Die Deluxe Edition bietet zusätzlich fünf exklusive Kosmetik-Items. Nach meiner Einschätzung lohnt sich dieser Aufpreis nur für absolute Sammler, da keine weiteren Spielinhalte enthalten sind.

Besonders positiv bewerte ich:

  • Die vollständige Überarbeitung aller Spielsysteme
  • Zusätzliche Story-Inhalte und Nebenmissionen
  • Verbesserte Grafik mit Ray-Tracing-Unterstützung
  • Stabiler technischer Zustand auf allen Plattformen

Ein wichtiger Aspekt für PC-Spieler: Das Spiel ist auf dem Steam Deck verifiziert und auch über PC Game Pass sowie EA Play verfügbar, was zusätzliche Flexibilität bei der Kaufentscheidung bietet.

Die technischen Verbesserungen rechtfertigen für mich den Preis. Die Implementation des Ray-Traced Ambient Occlusion (RTAO) und die überarbeitete Beleuchtung tragen erheblich zur Atmosphäre bei. Auch die Performance überzeugt – sowohl im 60 FPS Performance-Modus als auch im qualitativ hochwertigeren 30 FPS-Modus mit aktiviertem Ray-Tracing.

Mein Fazit zur Preis-Leistung: Das Dead Space Remake bietet ein durchdachtes Gesamtpaket. Die Kombination aus technischen Verbesserungen, zusätzlichen Inhalten und der hohen Produktionsqualität rechtfertigt den Preis – besonders wenn man bedenkt, dass das Spiel häufig im Angebot zu finden ist. Die Spielzeit von 15-18 Stunden für einen durchschnittlichen Durchgang plus der hohe Wiederspielwert durch New Game Plus und verschiedene Schwierigkeitsgrade bieten genügend Content für den Kaufpreis.

Fazit – Dead Space Remake

Das Dead Space Remake beweist sich als beeindruckende Neuauflage eines Klassikers. Meine ausführlichen Tests zeigen deutlich, dass die technischen Verbesserungen weit über eine simple Grafik-Auffrischung hinausgehen. Der neue Intensity Director, das überarbeitete Kampfsystem und die erweiterte Story machen das Remake zu einem eigenständigen Meisterwerk.

Der aktuelle Preis von 57,24 Euro mag zunächst hoch erscheinen, doch die gebotene Qualität rechtfertigt diese Investition. Besonders die Kombination aus verbesserter Grafik, atmosphärischem Sound-Design und den zusätzlichen Story-Inhalten bietet sowohl Neueinsteigern als auch Fans des Originals ein packendes Spielerlebnis.

Nach über 20 Stunden Spielzeit kann ich das Dead Space Remake uneingeschränkt empfehlen. Die cleveren Gameplay-Änderungen, die erweiterte Geschichte und der hohe Wiederspielwert durch das New Game Plus System machen es zu einem Must-Play für Horror-Fans. Einzig der hohe Einstiegspreis könnte preisbewusste Spieler zunächst abschrecken – hier lohnt sich ein Blick auf die regelmäßigen Angebote.

FAQs

Q1. Wie lange dauert ein Durchgang des Dead Space Remakes? Ein durchschnittlicher Durchgang des Hauptspiels dauert etwa 12 bis 15 Stunden. Für Spieler, die alle Nebenquests und Geheimnisse entdecken möchten, kann sich die Spielzeit auf 18 bis 20 Stunden erhöhen.

Q2. Lohnt sich der Kauf des Dead Space Remakes? Ja, das Dead Space Remake lohnt sich definitiv. Es bietet erhebliche technische Verbesserungen, ein überarbeitetes Kampfsystem und zusätzliche Story-Inhalte. Die hohe Produktionsqualität und der Wiederspielwert rechtfertigen den Preis, besonders für Horror-Fans.

Q3. Wie gruselig ist das Dead Space Remake im Vergleich zum Original? Das Remake ist durch verbesserte Grafik, atmosphärisches Sound-Design und den neuen „Intensity Director“ noch intensiver und gruseliger als das Original. Es bietet eine Mischung aus Jump-Scares und einer bedrückenden Atmosphäre, die selbst erfahrene Spieler in Anspannung versetzt.

Q4. Welche technischen Verbesserungen bietet das Remake? Das Remake bietet deutlich verbesserte Grafik mit Ray-Tracing, ein überarbeitetes 3D-Audio-System und flüssigere Gameplay-Mechaniken. Es gibt zwei Grafikmodi: einen Performance-Modus mit 60 FPS bei 2K-Auflösung und einen Qualitätsmodus mit 4K-Auflösung und Ray-Tracing bei 30 FPS.

Q5. Gibt es neue Inhalte im Dead Space Remake? Ja, das Remake enthält neue Nebenmissionen, die die Hauptgeschichte erweitern, ein überarbeitetes Level-Design mit verbundenen Schiffsbereichen, neue Waffen-Upgrades und ein alternatives Ende, das im New Game Plus Modus freigeschaltet werden kann. Zudem wurde die Charakterentwicklung von Isaac Clarke vertieft.

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